Wiesbaden Bikemarathon 2016

Ruhig ist es um mich geworden, ich hatte schon Entzugserscheinungen, mein Rad setzte schon Staub an. 4 Wochen ist meine letzte Fahrt her… schlechtes Wetter, Erkältung und auf der Arbeit eingespannt… ein Blick in den Kalender ließ mich etwas schnappatmen. Der Wiesbaden Bikemarathon steht ja vor der Tür…

Ich konnte dank der kurzen Anfahrt etwas länger schlafen als sonst. Also der morgendliche Rhythmus von einem Renntag war noch da. Bike verladen und abfahrt – über die Brücke rüber, durch Wiesbaden hoch zur Platte – Ankunft, Ich konnte zum Glück noch einen der letzten Parkplätze ergattern. Meine Startunterlagen holte ich im Jagdschloss ab. Auf dem Vorplatz gab es eine super Expo mit diversen Ausstellern, die mein Bikerherz höher schlagen lassen. Da ich noch etwas Zeit hatte, genehmigte ich mir ein Stück leckeren Kuchen und eine Tasse Kaffee.

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Die letzten 30 Minuten vor dem Rennen fuhr ich mich warm und reihte mich in den Startblock ein. Der Block war bereits gut gefüllt und ich landete leider im hinteren drittel.

Der Startschuss ertönte und der Trott machte sich auf den Weg. Direkt in der ersten Kurve nach Start gab es leider direkt einen Sturz vor mir und ich musste ins hohe Grün ausweichen und mich weiter hinten einreihen. Die ersten Kilometer waren flach, so konnte ich wieder Tempo machen und einige Plätze gut machen, die ersten Steigungen konnte ich auch gut mithalten, dann ging es in die ersten Trails bergab. Die Strecke war super – etwas verblockt, matschiger Waldboden, kleine Kurven – ich hatte meinen Spaß. Auch auf den Trails lief es für mich super und hier konnte ich gut Tempo machen. Die letzte Abfahrt war wieder verblockt und schnell – kurz vor Trailende fuhr ein Mitfahrer leider direkt auf meine Linie und ich musste ausweichen und stark Bremsen – ich merkte es schon… Ein Platten! Super…! Ich rollte noch ein paar Meter zum nächsten Streckenposten, der mir zu meiner Verwunderung einen Schlauch angeboten hat. Das nahm ich dankend an.

Leider bin ich nicht der schnellste Schlauchwechsler und mit Puls am Anschlag wollte der Reifen nicht so drauf wie ich wollte. Fahrer um Fahrer zogen an mir vorbei und ich erntete mitfühlende Blicke.

Der Streckenposten hatte sogar eine Standpumpe und gab dem Schlauch nun die nötige Luft – vielleicht sollte ich doch mal auf Tubeless umrüsten dachte ich mir…

Es ging wieder weiter, doch merkte ich dass ich nun mitten in der Mitte war und es jetzt um die goldene Ananas geht und meine Motivation ging etwas zurück… So fuhr ich relativ unspektakulär mein Rennen weiter, konnte noch ein paar Plätze gut machen. Leider funktionierte mein Antrieb nicht so wie er sollte und ich musste mehrmals anhhalten und mit Gewalt meine Kette wieder zwischen Rahmen und Kettenblatt ziehen… Zum Glück hat die Kette gehalten.

So ging es ins Ziel und am Ende sprang ein für mich enttäuschender Platz 11 AK und 79 Gesamt raus.

Abschließend muss ich mich für die super Orga bedanken! Die komplette Veranstaltung war hervorragend, die Strecke war klasse, die Mitfahrer ebenfalls – das entschädigte und ich fuhr doch zufrieden nach Hause. Nächstes Jahr steht Wiesbaden wieder fest im Rennkalender.

Aktuelle Platzierung Rennserie MTB Challenge: Platz 13

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Race round-up aus der Schweiz

Kiesgruben Uphill

Sali zsamme!

wie ihr euch erinnern könnt, habe euch vor zwei Wochen zwei Rennberichte versprochen. Ich war dann ein bisschen schreibfaul und deshalb ist bis jetzt daraus nichts geworden. Auf dem Bike war ich weniger faul und so kann ich euch jetzt von ganzen 4 Rennen berichten.

 

Fangen wir mit meiner neuen Leidenschaft an, dem Rennradfahren.

Von der Firma aus wird jedes Jahr ein Team für die Berner Rundfahrt – genauer gesagt das Amateurrennen, die Seeland Classics – gestellt. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen dort mitzufahren. Das Rennen war auf der Arbeit natürlich schon Wochen vorher das bestimmende Thema in den Pausen. Besonders an uns Debütanten stiegen die Erwartungen mit jedem Tag.  Am 21.05. war es dann soweit. Super Wetter, Alpenpanorama im Hintergrund, … und sofort der erste Anfängerfehler. Ich fand mich mit einem Kollegen, der ebenfalls neu auf dem Rennrad war, im hinteren Teil der Startaufstellung wieder. Was soll man also tun, wenn es gleich losgeht auf die kleine 34 km Runde mit ca. 450 hm, welche hauptsächlich in der ersten Rennhälfte am Frinisberg vernichtet werden? Vollgas! Und zwar von Anfang an ohne Rücksicht auf irgendeine Taktik. Das funktionierte auch erstaunlich gut und so fanden wir uns noch vor dem Anstieg im vorderen Feld wieder. Als es steil wurde ging es dann los. Eine Attacke folgte der nächsten und ich musste die vorderen Fahrer ziehen lassen. Oben angekommen war ich alleine und habe vergeblich versucht, alleine in der Abfahrt auf eine Gruppe aufzufahren. Im flacheren Teil fanden sich dann doch noch 6-7 Leute und wir bildeten eine kleine Verfolgergruppe auf die vermeintliche Spitzengruppe (die streng genommen auch nur Verfolger von 7 Spitzenfahrern waren). So fuhren wir den Rest des Rennens in der kleinen Gruppe zu Ende und kamen zurück zur Start-/Zielgeraden. Hier zeigte sich dann meine fehlende Erfahrung in Rennradrennen. Ohne dies beabsichtigt zu haben, ging ich an zweiter Position in die letzte Kurve. Hier im Wind zu fahren ist jedoch das Schlechteste was man tun kann, denn vor dem Ziel sprinteten auf einmal Fahrer für Fahrer aus meiner Gruppe an mir vorbei, sodass ich am Ende auf Platz 30 (12. AK) durch das Ziel kam. Dennoch ein super Ergebnis für mein erstes Rennradrennen. Insgesamt ein wunderbarer Tag mit einem tollen Rennen und einer wahnsinnigen Atmosphäre. Daten: https://www.strava.com/activities/583455898

Anstieg zum Frinisbergtolles Rennen vor Alpenpanorama

Ein wenig anders sollte das Straßenrennen in dem kleinen Dorf Deisswil am darauffolgenden Dienstag werden. Von Kollegen auf das Rennen aufmerksam gemacht, ging es nach Feierabend zu einem Bauernhof in der Nähe von Bern. Dort angekommen zeigte sich ein ganz anderes Bild von Rennradrennen. Ca. 50 Teilnehmer, Organisation und Anmeldung im Bauernhof an einem Klapptisch, Resultate durch Stoffnummern am Trikot und wachsame Augen der Organisatoren mit Stoppuhr, Stift und Zettel. Es galt eine 8 km Runde sechs mal zu fahren, meist über Feldwege. Und ab ging die Post. Deutlich zu schnell für mich, wie sich schon im ersten Anstieg herausstellte. Also hieß es auch hier wieder in einer kleinen Gruppe (diesmal zu dritt) die schnellen Fahrer zu verfolgen. Wir arbeiteten gut zusammen und konnten immer mehr „Rausgefallene“ einsammeln. Auf der letzen Runde waren wir dann ca. zu zehnt. Diesmal wollte ich nicht den gleichen Fehler im Sprint begehen, der auf den letzten 100 – 200 m ansteigend war. Also schön verstecken in der Gruppe, sich von einzelnen Attacken nicht nervös machen lassen und dann am Beginn des Anstieges raus aus dem Sattel und vorbei an den Mitstreitern. Belohnt wurde ich mit dem zweiten Platz meiner kleinen Gruppe. Welches Ergebnis ich insgesamt erreicht habe, kann ich nicht sagen, denn die Ergebnisliste ist voller Fehler. Aber Hauptsache ist, dass es Spaß gemacht hat. Und das hat es, ich bin absolut angefixt! Daten: https://www.strava.com/activities/586764458

Nun aber zu meiner Lieblingsdisziplin: Mountainbiken und zwar schnell hoch wie runter

Am 22.05. fand in Solothurn die dritte Runde des Swiss Bike Cup im Cross Country statt. Die Rennserie ist die CC Serie schlechthin in der Schweiz, bei der auch regelmäßig die Weltelite (also die Schweizer in der Schweiz 😉 ) startet. Das Rennen ist im Bike Days Festival eingebunden und somit recht populär und für seine gute Athmosphäre bekannt. Um die Strecke schon mal besichtigen zu können, reiste ich früh an, da das Training nur bis 12 Uhr möglich war. Schon jetzt war kaum ein Parkplatz zu bekommen, denn bei dem super Wetter war das Festival gut besucht. Das Training war schnell absolviert, denn nur ca. 1/3 der Runde ging durch den Wald, der Rest war ein Stadtkurs um vom Festivalgelände in der Innenstadt in den Wald und wieder zurück zu kommen. Es gab im Uphill gleich zu beginn ein sehr steiles Wurzelstück, was kaum befahrbar war, dann ging es über Forststraßen und Trail weiter hoch. Runter kam man dann über flowige Trails mit einigen Steilabfahrten. Auf dem Festivalgelände wartete eine steile Wiesenabfahrt in den Stadtgraben, ein Holzdouble (den man leider nicht trainieren konnte) und eine sehr steile Wiesenauffahrt raus aus dem Graben. Nach dem Training hatte ich den Tag auf dem Festival verbracht, bis es dann am späten Nachmittag losging. Mir fiel sofort auf, dass hier in der Fun Kategorie (also ohne Lizenz), keiner aus Fun fährt. Flatpedals, Strandsonnenbrillen, weite Trikots oder Touren MTBs waren hier nicht zu finden. Alle Starter kommen hier mit ernsthaften Ambitionen her. Los gehts! Ich wurde sofort auf den ersten hundert Metern nach hinten durchgereicht und dadurch an einigen Engstellen aufgehalten. Trotzdem konnte ich auf der Straße etwas Windschatten fahren und kam somit ganz passabel durch die erste Runde, bis zum Double im Start/Ziel. Ich wusste, dass man entweden sehr schnell sein muss oder eben sehr langsam um ihn zu überrollen. Ich war nicht langsam genug und wurde ziemlich zusammengestaucht, sodass mein Hinterrad hochkam und ich das Ganze gerade so, recht spektakulär retten konnte. Die vielen Zuschauer des Festivals oberhalb des Grabens hatten jedenfalls ordentlich gejohlt. Runde 2 und 3 liefen dann recht unspektakulär, meine Beine fühlten sich jedoch recht schlecht an, was vielleicht auch an den langen Tag auf dem Festival lag. Leider hatte ich dann in Runde 4 nochmal richtig Pech. In einer Kompression entwich mir Luft aus dem Vorderrad zwischen Felge und Reifen. Die Tubeless Milch dichtete nicht wirklich ab und so saß ich neben der Strecke und pumpte mir mit meiner Mini-Pumpe einen Wolf. Glücklicherweise fand ich noch einen Zuschauer, der mir einen Schlauch schenkte, sodass ich zumindest das Rennen beenden konnte. Über das Ergebnis brauchen wir deshalb auch nicht zu sprechen.

Swiss Bike Cup Solothurn

Swiss Bike Cup Solothurn

Steilabfahrt Solothurn

Steilabfahrt Solothurn

 

Weiter ging es dann zwei Wochen später bei der nächsten Station des Swiss Bike Cups in Gränichen. Die Strecke sollte deutlich anspruchsvoller werden als die in Solothurn und der Regen, der die ganze Woche vor dem Rennen runterkam machte es nicht besser. Auch hier galt es früh anzukommen um die Strecke zu trainieren. Es war richtig schlammig und regnete, sodass ich am Vortag noch Schlammreifen montiert hatte. Die Strecke zu beschreiben würde definitiv zu lange dauern, schaut sie euch doch einfach selbst an: https://www.youtube.com/watch?v=VsjkP8auVA0 . Das Video ist vom Profi Rennen am Sonntag, die Bedingungen waren bei uns aber genauso schlecht und wir sind die gleiche Strecke gefahren. Die Wartezeit haben wir dann vor dem Regen geschützt im Auto verbracht und an „warm“-fahren war auch kaum zu denken, denn es war immerhin 12 °C kalt und ich war schon vor dem Start völlig durchnässt. Der Rennverlauf begann dann ähnlich wie in Solothurn. Ich konnte auf dem Startanstieg kaum mithalten und musste so als einer der Letzten in den Trail. Der war durch die Bedingungen so schwierig, dass vor mir sehr viele Fahrer stürzten, versuchten zu laufen, noch öfter stürzten, usw. . Nach einer halben Runde hatte sich das Feld etwas in die Länge gezogen und ich konnte einige der schlimmsten Bruchpiloten hinter mir lassen und frei fahren. In Runde drei war ich dann richtig drin im Rennen und hatte meinen Spaß an der Schlammschlacht. Und dann das: mein Fuß wollte nicht aus dem Pedal. Ich konnte drehen wie ich wollte er stecke fest. Der Cleat hatte sich gelöst und sich somit im Schuh verdreht. Was kommen musste war ein Sturz, nachdem immerhin der Schuh draußen war. Bis ich jedoch den Schuh ausgezogen und die verbleibende Schraube des Cleats festgezogen hatte, vergingen ein paar Minuten. So überrundete mich kurz vor Schluss der dritten Runde der Führende und das Rennen war für mich schon nach drei Runden vorbei. Schade, es hatte gerade richtig Spaß gemacht. Das warten am Bikewash in der Kälte dann weniger. Also schnell nach Hause und heiß duschen.

Kiesgruben Uphill

Kiesgruben Uphill

Wiesenstück mit Anliegern und Double

Wiesenstück mit Anliegern und Double

noch ein Double im Start/Ziel Bereich

noch ein Double im Start/Ziel Bereich

Erholungsstück im Mini-Bikepark

Erholungsstück im Mini-Bikepark

nach dem Rennen

nach dem Rennen

Somit ging auch das zweite CC Rennen etwas enttäuchend aus, aber es wird nicht das letzte für dieses Jahr gewesen sein. Die Erfahrungen mit einem solch starken Fahrerfeld und den anspruchsvollen Strecken werde ich mit nach Deutschland nehmen und dann läuft es hoffentlich auch wieder besser.

Soweit von mir, ich hoffe ich habe euch jetzt nicht erschlagen mit so viel Text.

Bis zum nächsten Mal,

Till

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Trailsurfer beim 12. Schinderhannes MTB Marathon in Emmelshausen

Den 22.05.2016 hatte ich mir bereits Anfang des Jahres fett in den Kalender eingetragen. Der Start meiner CC-Rennsaison.

Auch wenn es für mich erst die zweite Teilnahme am Schinderhannes MTB war, ist es schon jetzt eine ganz besondere. Knapp vor genau einem Jahr, am 24.05.15 hatte ich ein mein aller erstes MTB Rennen. Dies war der Schinderhannes, dort hatte ich Blut geleckt und mich mehr auf Cross Country konzentriert und den Downhiller etwas weiter nach hinten in der Garage gestellt.

Ich freute mich dass es endlich losging und stand relativ früh auf und machte mich fertig. Gegen 07:35 fuhr ich nach Emmelshausen. Von Mainz aus knapp 40 Minuten. Ich fand schnell einen Parkplatz und lief zur Startnummernausgabe ins ZAP. Da ich letztes Jahr relativ lang anstehen musste, kalkulierte ich etwas mehr Zeit ein. Von einer langen Schlange war nichts zu sehen, so war ich nach 5 Minuten schon wieder fertig.

Schön war das Starterpaket, wieder mit Trinkflasche, SebaMed Produkten und Flyern. Da ich zu den ersten 300 Anmeldern zählte, durfte ich mich noch über ein T-Shirt freuen. So ging ich zum Auto und stellte fest, dass ich noch über zwei Stunden Zeit hatte… :) Also ging ich in den Start/Ziel Bereich und schaute mir den Start um 08:30 des Marathon an.

Ich zog mich um und befestigte meine Startnummer 2013 an meinem Radl und trödelte etwas umher um Zeit zu schinden.

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Dann ging es schnell… Einfahren, kurz ein zweites kleines Frühstück und in den bereits gut gefüllten Startblock. Ich landete etwa im Mittelfeld.

Vor dem Rennen gab es eine kurze Einweisung über die Streckenbeschilderung – dann war es endlich soweit und es ging los.

Ich konnte mich auf dem ersten Teilstück auf der Straße etwas nach vorne arbeiten und dann ging es in den Wald auf die knapp 5 Kilometer lange Einführungsrunde und über die „Wiese der 1000 Flüche“ unter den tollen Anfeuerungen der vielen Zuschauer auf die „richtige“ Strecke. Ich spulte Meter um Meter ab und fuhr mit einer kleinen Gruppe aus drei weiteren Fahrern gemeinsam das Rennen. Gegen Mitte des Rennens verloren wir uns leider, so fuhr alleine weiter und kam leider etwas in den Entspannungsmodus – da muss ich noch an mir arbeiten :).sportograf-77913963_lowres So fanden meine Mitfahrer und ich uns wieder… es ging nun gemeinsam weiter. Den letzen Anstieg hoch und die letzten Kilometer ging es schnell zur Sache. Wir trafen aufgrund der Streckenzusammenführung mit der Kurzstrecke auf einige weitere Fahrer und zogen uns so gegenseitig. Die letzten Meter zur zweiten Runde auf der Wiese und schon waren wir im Ziel.

sportograf-77913708_lowresAm Ende stand 1:13 auf dem Tacho und ich war zufrieden. Das machte Platz 7 AK Männer und Platz 37 Gesamt vorderes viertel – ein gelungener Einstand wie ich finde. Ich genhemigte mir ein Stück Banane und leckeren Kuchen der im Ziel bereit stand.

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So war der Schinderhannes auch schon wieder vorbei und ich freue mich total auf 2017!

Ich möchte ein riesen Lob an das Orga Team der Veranstaltung aussprechen! Was ihr da auf die Beine stellt ist aller erste Sahne! Eine super Streckenbeschilderung, klasse Streckenposten, ein schönes Rahmenprogramm -> ein klasse Rennwochenende. Es gab sogar noch ein SchinderhannesHalstuch für jeden Finisher – ganz toll. Macht weiter so – ihr macht alles richtig – Vielen Dank.

 

 

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Trailsurfer in der Schweiz

Tour zum Chasseral 08.05.16 (Till)

Da ich momentan ein Trailsurfer im Schweizer Exil bin, kann ich euch nicht von einer gemeinsamen Tour berichten. Trotzdem möchte ich euch ein bisschen den Mund wässrig machen und euch motivieren auch wieder aufs Bike zu steigen.
Der höchste Berg des Schweizer Jura ist der Chasseral mit ca. 1600 m, er liegt auf der Südseite des Jura an der ersten Bergkette hinter dem Bieler und der Neuchâteler See.

SAMSUNG CAMERA PICTURESDa möchte ich heute rauf, denn der letzte Schnee sollte jetzt geschmolzen sein und das Wetter ist super. Los geht es in der Stadt Biel am Firmensitz der Laufrad- und Federungsspezialisten DT Swiss. Von dort aus geht es ein Stück am See entlang, bis man der Twann-Schlucht ins Jura folgt. Nach einigen Kilometern durch die Felder und Dörfer auf der Hochebene geht es ab dem kleinen Skiort Nods dann richtig zur Sache. Die Auffahrt zum Chasseral wird aber erst gegen Ende knackig, als es gibt ein Wanderweg hoch zu fahren um die Straße zu meiden. Oben angekommen erstreckt sich der imposante Bergrücken mit dem Hotel und dem Funkturm vor mir.

SAMSUNG CAMERA PICTURESLeider ist es etwas diesig, sodass man die Alpen nicht wirklich erkennen kann. Das Panorama ist dennoch grandios. Auf der einen Seite das flache Seeland, auf der anderen das hügelige Jura.

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Von hier aus geht es dann kilometerlang auf dem Grat entlang in Richtung Osten. Der Trail ist anfangs doch noch etwas Schneebedeckt, was für nasse Füße und nach einem Abgang über den Lenker ins Schneefeld auch für einen kühlen Kopf sorgt. Danach wird er aber sehr sanft und es geht gemütlich auf der Höhe entlang.

SAMSUNG CAMERA PICTURESDas ändert sich schlagartig auf dem letzten Teilstück runter nach Frinvillier. Der Trail wird schmal, sehr steil, mit vielen Spitzkehren und stellenweise auch etwas ausgesetzt.

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SAMSUNG CAMERA PICTURESIn Frinvillier angekommen gönne ich mir erst mal ein Stück Schokokuchen und fülle meine Trinkflaschen auf, denn es soll noch einmal 400 m hoch gehen nach Magglingen. Warum tue ich mir das nur an, denke ich als es schon wieder einen steilen Wanderweg hoch geht. Klar, wer ein hohen Trailanteil will, muss auch bergauf richtig powern. Ab Magglingen wartet dann noch das Dessert der Tour, der Biel Trail. Der offizielle Downhill Trail ist auch per Zahnradbahn zu erreichen und wird von einem lokalen Verein gepflegt. Ich bemühe mich nach knapp 2000 Höhenmetern in den Beinen auf meinem Hardtail jedoch einfach Sturzfrei runterzukommen, was mir auch fast gelingt. Auf dem Rückweg durch die Stadt drehe ich noch ein paar Runden auf dem städtischen Pumptrack um den Tag ausklingen zu lassen. Wen es mal in die Gegend verschlägt, der kann gerne die GPS Daten von mir haben (Für Trailsurfer natürlich in der Datenbank). Am Ende sind es ca. 65 km und knapp 2000 hm.
Insgesamt muss ich nochmal erwähnen, wie angenehm der Umgang mit Bikern hier in der Schweiz ist. Da ich an einem der ersten warmen uns sonnigen Sonntage unterwegs war, bin ich sehr vielen Wanderern und Ausflüglern begegnet. Dabei wurde mir wie selbstverständlich Platz gemacht, die Hunde an die Leine genommen und man hat sich stets gegrüßt. Mountainbiker gehören hier einfach zu den Waldbenutzern wie jeder andere. Daumen hoch dafür, auch wenn mir natürlich klar ist, dass es auch in der Schweiz andere Ansichten gibt – aber die sind mir heute nicht begegnet.

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Skoda Velotour – Eschborn Frankfurt Rund um den Finanzplatz 01.05.2016

Den 01.05.2016 hatte ich mir schon vor über einem Jahr in den Kalender eingetragen. Nach der Absage 2015 und meinem Debüt 2014 freute ich mich 2016 wieder dabei zu sein.

Über den Winter quälte ich mich schon auf der Rolle oder mit dem MTB bei Wind und Wetter im Wald, mit Stirnlampe und dicken Klamotten. Denn für mich ist der Radklassiker in Frankfurt eines meiner Highlights und ich wollte gut in Form sein! Wochen um Woche und Kilometer um Kilometer vergingen bis es in die heiße Phase ging. Dann kam wie es kommen musste und ich holte mir in der Woche eine Erkältung. Natürlich…! Bangen und hoffen, zum Glück ging es mir doch etwas besser, sodass ich guten Gewissens teilnehmen konnte.

Am Vortag holte ich meine Startunterlagen und den gut gefüllten Turnbeutel mit vielen nützlichen oder auch unnützen Give-Aways ab. Daheim packte ich gefühlt 10 mal meine Sachen und checkte alles nochmal durch- oder auch zwei, oder drei mal :)

Der Renntag:

Pünktlich 05:30 klingelte der Wecker und ich machte mich fertig. Meine Erkältung war noch da, aber zumindest Hals und Nase waren halbwegs frei – das freute mich etwas. So machte ich mich auf den Weg nach Eschborn und war natürlich etwas zu früh da. So konnte ich mich in Ruhe umziehen und erneut mein Fahrrad einem Funktionstest unterziehen.

Gegen 07:30 radelte ich Richtung Start / Ziel und fuhr Runde um Runde im Gewerbegebiet und wärmte mich auf. Gegen 08:15 ging ich meinen Startblock, der schon zu 1/4 gefüllt war. Dann war es soweit, wir wurden aus dem Startblock gelassen und es ging Richtung Start. Hier wieder knapp 5 Minuten warten und dann ging es endlich los. Das Tempo war direkt hoch, aber ich konnte mithalten. Dann Riss die Gruppe leider auseinander und ich blieb erstmal in Gruppe 2. Es ging nach Frankfurt rein, leider auch direkt mit einem Sturz von einer Mitfahrerin … eine Verkehrsinsel war nicht gesichert… Hier muss dringend seitens des Veranstalters nachgebessert werden – generell waren die Gefahrenbereiche nicht gut bis gar nicht gekennzeichnet! Das war ich von Köln und Münster besser gewohnt.

In Frankfurt wollte ich dann mit zwei, drei anderen auf die Führungsgruppe auffahren – diese war in Sichtweite und meiner Meinung nach erreichbar. Der heftige Wind machte uns zu schaffen und die zwei verabschiedeten sich wieder, sodass ich es alleine versuchte… ich konnte einige Fahrer, die aus dem Führungsfeld kamen, zwar einholen, doch an die Gruppe kam ich dann doch nicht. Ich merkte, dass mich diese Aktion viel Kraft gekostet hat. Ich sah in Blickrichtung eine kleine Gruppe von 5 Fahrern, die ich noch erreichen wollte. Das schaffte ich auch. So fuhren wir Kilometer um Kilometer und der Wind forderte viel von uns ab. Ab Kilometer 50 brachen meine Mitfahrer leider ein, bis auf einen! So fuhren wir zwei zusammen Richtung Ziel.

So schaffte ich es nach eigentlich genau zwei Stunden mit einem Schnitt von 35,2 ins Ziel. Zwar  war ich nicht 100% zufrieden, aber dennoch konnte ich mir ein Bier schmecken lassen. Ich unterhielt mich noch mit ein paar anderen Radlern, die mir dann erzählten, dass Sie in der Führungsgruppe waren und diese vorm Ziel falsch geleitet wurden… Toll! Daher sind die Ergebnisse noch vorläufig bis jetzt 111 Gesamt und 21 Altersklasse – aber unter Vorbehalt – warten mir es mal ab.

Unterm Strich eigentlich ein schönes Rennen, super Zuschauer die jeden Anfeuerten  – bis auf die Organisation: schlechte Sicherung der Gefahrenstellen, bei der Transponderrückgabe eine lange Schlange, da nur eine Person Quittungen ausstellte, dann die Fehlleitung der Führungsgruppe – hier muss dringend nachgebessert werden – immerhin zahlen wir ein hohes Startgeld und an der Sicherheit sollte nicht gespart werden.

Eins steht fest: 2017 bin ich aber wieder dabei! Warten wir mal auf die Fotos von Sportonline. Dann posten wir diese noch.

Christian

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Zufrieden aber fertig :)

Zufrieden aber fertig :)

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